Elisabeth Lanz ist eine österreichische Schauspielerin, geboren am 12. Juni 1971 in Graz, die einem breiten deutschsprachigen Fernsehpublikum vor allem als Dr. Susanne Mertens in der ARD-Serie „Tierärztin Dr. Mertens“ bekannt wurde. Ihre Karriere reicht von den Bühnen des Wiener Burgtheaters über internationale Fernsehproduktionen bis zu preisgekrönten Kinofilmen. Wer die 55-Jährige nur aus dem Vorabendprogramm kennt, unterschätzt eine Laufbahn, die deutlich mehr Facetten trägt als eine einzige Serienrolle.
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Kindheit im Kinderdorf: Der ungewöhnliche Start einer Karriere
Aufgewachsen ist die gebürtige Steirerin nicht in einem klassischen Elternhaus, sondern im SOS-Kinderdorf Altmünster im Salzkammergut, das ihr Vater leitete. Mit drei eigenen Geschwistern und rund hundert weiteren Kindern unter einem Dach entwickelte sie früh ein Gespür für Rollenspiele – „Puppen brauchte sie in diesem Umfeld nie“, heißt es auf ihrer offiziellen Website.
Parallel dazu verfolgte sie eine ambitionierte Leichtathletik-Karriere im österreichischen Juniorenkader und bestritt internationale Wettkämpfe. Diese Zeit im Leistungssport prägte, nach ihren Worten, eine Disziplin, die sie später auf der Bühne nutzte. Nach der Matura folgten Stationen als Au Pair in Paris und ein Jahr in London, bevor sie in Wien Linguistik, Philosophie und Kommunikationswissenschaft studierte – später ergänzt durch Jura und Theaterwissenschaft.
Ausbildung und erste Bühnenjahre in Wien
Von 1991 bis 1994 absolvierte die spätere Fernsehdarstellerin die Schauspielschule am Volkstheater Wien. Ihre ersten professionellen Auftritte hatte sie am Theater in der Josefstadt, wo sie unter der Regie von Paulus Manger in „Liliom“ auf der Bühne stand. Als der Regisseur ans Burgtheater wechselte, folgte sie ihm dorthin und war in „Die Dreigroschenoper“ zu sehen. Auch die Nibelungenfestspiele Worms zählen zu ihren Theaterstationen.
Der Sprung vor die Kamera gelang 1994 mit dem Kinofilm „Ich gelobe“, in dem sie eine Nebenrolle als Susi übernahm – der Beginn einer Fernseh- und Filmlaufbahn, die bis heute anhält.
Die Fernsehjahre: Vom Tatort bis zur Dominikanischen Republik
Erste Serienerfahrung sammelte die Österreicherin zwischen 1995 und 1997 in mehreren Gastrollen bei „Kommissar Rex“. Noch im selben Jahr folgten zwei Tatort-Auftritte: „Hahnenkampf“ und „Morde ohne Leichen“. Einen deutlich größeren Sprung bedeutete die Rolle der Schwester Anja in „Klinik unter Palmen“ (Staffel 3 und 4), einer Produktion, die damals in der Dominikanischen Republik gedreht wurde.
Danach reihten sich Produktionen wie „In aller Freundschaft“ (1998), „Der Aufbruch oder – Der Dekadenzerlöser“ (2003) und „Rote Rosen“ (2006) aneinander. Mit dem Kinofilm „Die Spur im Schnee“ (2005), im Original als „Wink des Himmels“ bekannt, gewann sie 2005 den Jury Award beim Garden State Film Festival in New Jersey in der Kategorie „Best Feature – Foreign Language“ – ein internationaler Erfolg, der in ihrer Filmografie oft untergeht.
Elisabeth Lanz als Dr. Mertens: Der eigentliche Durchbruch
Den größten Bekanntheitssprung brachte ihr die Titelrolle in „Tierärztin Dr. Mertens“. Über zahlreiche Staffeln hinweg spielte sie die Landärztin Dr. Susanne Mertens und etablierte sich damit fest im ARD-Vorabendprogramm. Selbst 2024 wurde die Serie mit einer neuen, neunten Staffel fortgesetzt – wenn auch mit einem neuen Tierarzt an ihrer Seite.
Neben dieser Paraderolle blieb sie auch in anderen Formaten präsent: „Die Bergretter“, „Die Toten vom Bodensee: Das Geisterschiff“, „Oma wider Willen“ (2011), „Lindburgs Fall“ (2011) und „Grandma Rules“ (2012) gehören ebenso zu ihrem Repertoire wie mehrere Rosamunde-Pilcher- und Emilie-Richards-Verfilmungen.
Karriere-Meilensteine im Überblick
| Jahr | Station | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1991–1994 | Schauspielschule Volkstheater Wien | Ausbildung |
| 1994 | „Ich gelobe“ | Kinodebüt |
| 1995–1997 | „Kommissar Rex“, Tatort | Erste TV-Rollen |
| 1998/99 | „Klinik unter Palmen“ | Erste große Serienrolle |
| 2005 | „Die Spur im Schnee“ | Auszeichnung Garden State Film Festival |
| seit den 2000ern | „Tierärztin Dr. Mertens“ | Bundesweiter Bekanntheitsgrad |
Privatleben: Familie und Rückzug ins Private
Seit 2008 ist die Burgschauspielerin mit Jan Batu-Lanz verheiratet, gemeinsam haben sie ein Kind. Öffentliche Details zu ihrem Familienleben sind rar – bewusst, wie aus ihrem beruflichen Auftreten hervorgeht. Aktuell lebt sie naturnah in der Nähe von München und pendelt von dort zu ihren Dreh- und Theaterprojekten.
Ihre Schwester Barbara Lanz ist ebenfalls Schauspielerin, was beide Frauen gelegentlich zu einem gefragten Duo in Interviews und Porträts macht.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie alt ist Elisabeth Lanz und wo wurde sie geboren?
Elisabeth Lanz wurde am 12. Juni 1971 in Graz, Österreich, geboren und ist damit 55 Jahre alt.
Wodurch wurde Elisabeth Lanz bekannt?
Ihren größten Bekanntheitsgrad erreichte sie durch die Titelrolle der Dr. Susanne Mertens in der ARD-Serie „Tierärztin Dr. Mertens“.
Ist Elisabeth Lanz verheiratet und hat sie Kinder?
Sie ist seit 2008 mit Jan Batu-Lanz verheiratet, das Paar hat ein gemeinsames Kind.
In welchen weiteren Serien und Filmen war Elisabeth Lanz zu sehen?
Neben „Tierärztin Dr. Mertens“ spielte sie unter anderem in „Kommissar Rex“, „Tatort“, „Klinik unter Palmen“, „Die Bergretter“ und mehreren Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen mit.
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